Governance soll Klarheit, Konsistenz und Verantwortlichkeit schaffen. In vielen Organisationen wird sie jedoch als zusätzliche Ebene aus Vorlagen, Freigaben, Reviews und Reporting wahrgenommen.
Das Problem ist dabei selten die Governance selbst. Entscheidend ist, wie sie umgesetzt wird.
Wenn Standards, Verantwortlichkeiten und Freigaberegeln getrennt von der täglichen Arbeit bestehen, müssen Mitarbeitende im Nachhinein dokumentieren, dass Prozesse eingehalten wurden, zusätzliche Nachweise führen und Informationen für Kontrollzwecke erneut aufbereiten.
Das schafft Reibung und führt mit der Zeit zu Workarounds.
Ein wirksamerer Ansatz besteht darin, Governance direkt in die Arbeitsausführung zu integrieren. Verantwortlichkeiten, Entscheidungsrechte, Freigaben, erforderliche Informationen und Eskalationswege werden Teil des Workflows selbst.
Governance begleitet die Arbeit dann nicht mehr nur von außen, sondern unterstützt sie unmittelbar.
Das erhöht die Konsistenz, reduziert unnötigen administrativen Aufwand und macht Abweichungen früher sichtbar, bevor daraus größere Probleme entstehen.
Gute Governance sollte die Umsetzung nicht verlangsamen. Sie sollte es einfacher machen, richtig zu arbeiten.
Unterstützt Governance in Ihrer Organisation die Umsetzung? … oder erzeugt sie vor allem zusätzlichen Aufwand?
